Geschäftsflächenmarkt geht durch die wirtschaftliche Talsohle

Medienmitteilung SPG Intercity Zurich AG / Zürich, 18. August 2016 - «Country Snapshot Switzerland» / Markt für Geschäftsflächen im 2. Quartal 2016

Die Mieten für Büro- und Retailflächen stehen im 2. Quartal 2016 unter dem Druck eines Angebotsüberhangs. Eine Erholung der Wirtschaft ist frühestens 2017 in Sicht. Bis dahin sind die Vermieter gemäss dem «Country Snapshot Switzerland» von Cushman & Wakefield und dem Schweizer Alliance Partner SPG Intercity zu Incentives oder Mietreduktionen gezwungen.

Die wirtschaftliche Baisse der Schweizer Wirtschaft bleibt im 2. Quartal nicht ohne Einfluss auf den Markt für Gewerbeflächen. Die Unternehmen begegnen dem starken Franken und den sinkenden Margen mit weiteren Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsmassnahmen. Dazu kommt die Verunsicherung über die Folgen des Brexit auf die europäische und die Schweizer Konjunktur. Das Angebot an freien Büroflächen ist im 2. Quartal marktweit gestiegen. Eine der wenigen Ausnahmen bildet
der Central Business District (CBD) Zürichs, wo sich eine leichte Entspannung abzeichnet. Vor allem Finanzunternehmen, aber auch andere Branchen setzten ihre Konsolidierung fort. Es ist davon auszugehen, dass Flächenzusammenlegungen anhalten werden. In Folge davon sind die Mieten nach wie vor unter Druck.
Vermieter versuchen diesen primär über weitere Incentives wie mietzinsfreie Perioden und Kostenbeteiligungen an Mieterausbauten aufzufangen. Die Vermietung dürfte erst wieder sichtbar anziehen, wenn das Vertrauen der Unternehmen in einen bevorstehenden Aufschwung wächst. Ein solcher steht frühestens 2017 in Aussicht. Die Mieten für erstklassige Büroflächen liegen zur Jahresmitte gegenüber dem Vorjahr unverändert bei 750, 800 und 350 CHF/m2/Jahr für Zürich, Genf und Basel. Die Nettoanfangsrendite von Büroliegenschaften liegt für die drei Städte bei 3,70%, 4,00% und 4,40%, was gegenüber den langfristigen Zinssätzen nach wie vor ein beachtlicher Spread ist.
Am Markt für Retailflächen bestimmt die weiterhin gedämpfte Konsumentenstimmung in Kombination mit steigenden Umsätzen im Online-Handel die Richtung. Zusammen mit der Währungssituation kommt dies in einem deutlichen Anstieg der vermietbaren Flächen zum Ausdruck. Die Zahl der freien Verkaufslokalitäten nimmt zur Jahresmitte gegenüber dem Vorjahr um 4,7% zu. Die Mieten abseits der Top-Lagen geben unter dem Druck des Marktangebotes und der stärkeren Mieterposition auf breiter Front nach. Am stärksten betroffen vom Preisnachlass ist wegen der Grenznähe die Rheinstadt Basel. Hier sinken die Mieten im Jahresvergleich selbst an bevorzugten Lagen um nicht weniger als 14,8% gegenüber dem Vorjahr. Die Renditen liegen mit 3,20% für Zürich, 4,25% für Genf und 4,35% für Basel auf oder nahe den langjährigen Tiefstwerten.

Für Fragen steht Ihnen gerne zur Verfügung:
Robert Hauri FRICS
CEO SPG Intercity Zurich AG
044 388 58 48 / 079 430 34 02
robert.hauri@spgintercity.ch

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